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Nepomurks

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Night Falls. Du kannst dich nicht verstecken: Thriller - Jenny Milchman, Marie Rahn

Night Falls. Du kannst dich nicht verstecken: Thriller - Jenny Milchman

 

Night Falls – Du kannst dich nicht vestecken. Der neue Thriller von Jenny Milchman, ein Roman von dem ich mir viel vesprochen hatte. Das Cover wirkte überzeugend, der Titel einladend und der Klappentext hat mich einfach nur neugierig gemacht. Nach den ersten Seiten schien das Buch sein Potenzial auch noch voll auszuschöpfen. Sprachlich eingängig, inhaltlich noch völlig offen mit den ersten Verdachtsmomenten und spannenden Andeutungen. So geht es gleich mit einigen vielversprechenden Szenen los. Man erhält die ersten Einblicke in die beiden (zunächst parallel verlaufenden) Haupt-Erzählstränge und blickt zudem immer wieder in einzelnen Kapiteln zurück in die Vergangenheit einzelner Protagonisten. Der Anfang suggeriert demnach noch, dass das Buch gleich auf den ersten Seiten „Fahrt aufnimmt“ und sich die Geschehnisse rasch entwickeln würden. Dieser Eindruck bestätigt sich leider im weiteren Verlauf überhaupt nicht mehr. Der Schauplatz, ein beinahe einsam stehendes Haus, das von einer jungen Famlie (Sandy, Ben und Tochter Ivy) bewohnt wird, bleibt hinter den Erwartungen zurück. 2 Männer (Nick und Harlen), gerade noch aus dem Gefängnis entflohen, dringen in das Haus ein, überwältigen die Familie (nach und nach) und kidnappen sie. Von der Grundidee her toll, in der Umsetzung schlecht. Die einzelnen Charaktere, für mich schlichtweg nicht gut konzipiert und in ihrem Handeln selten glaubwürdig. Kommt man zu Anfang noch gut in die Geschichte hinein, wird es sprachlich und inhaltlich zunehmend schleppend und lahm. Der Inhalt ergießt sich in endlos wirkenden und oberflächlich bleibenden Dialogen, die mir jede Spannung nahmen. Zum Teil kommt es zu Ungereimtheiten und die Anzahl unlogischer Inhalte nimmt leider immer weiter zu. Der Spannungsbogen blieb nach meinem Empfinden, entgegen jeder Erwartung, gleichbleibend schwach / niedrig. Mir gefiel im Verlauf des Lesens sogar der Schreibstil immer weniger. Durch die eher schlechte Konzeptionierung von Schauplatz und Protagonisten, sind wesentliche Inhalte zu schnell vorhersehbar. Auch die häufig auftretenden Brüche in der Erzählung, bzw. unlogisch anmutenden Inhalte störten mich sehr beim Lesen sehr und hemmten oftmals den Lesefluss. Die einzigen Highlights waren eigentlich die Rückblicke, die aber inhaltlich wiederum auch manches mal konfus wirkten. Bei den gegenwärtigen Erzählsträngen haben mich am ehesten noch die letzten Kapitel überzeugt. Zuvor schleppt man sich durch die erwähnten Dialoge, endlose Weiten von Oberflächlichkeit und jeder Menge „Unfug“. Night Falls… leider überhaupt nicht mein Fall! Sorry, bzw. schade… 2 Sterne.